Ich war damals vor einer Ewigkeit einer der ersten Kunden dieser Firma, nachdem sie Viag übernommen hatte. Die Tinte der Marke war noch nicht trocken, da habe ich schon mit Post-Paid über O2 telefoniert und war sehr lange Zeit sehr zufrieden mit diesem damals wirklich zuvorkommenden, mitdenkenden, engagierten Dienstleister. Mich hatte der schnoddrige und maßlos arrogante Umgang mit Kunden bei der Telekom bzw. bei T-Mobile damals dazu veranlasst, den Anbieter zu wechseln.

Seitdem ist viel passiert. Und es geht wohl weiter abwärts.

Ich verweise an dieser Stelle noch schnell auf einen weiteren Beitrag von mir zu O2 vor einiger Zeit, stelle den Link aber ans Ende, weil ich hier noch einiges zu sagen habe vorher. Denn in meinem direkten Umkreis hat O2 gleich mehrere teils heftige „Baustellen“ verursacht. Eine der krassesten ist wohl die Geschichte mit dem nicht funktionierenden DSL- und Telefonanschluss und dem damit verbundenen unfassbaren Gebaren von Mitarbeitern im O2-Shop in Düsseldorf. Auch hierzu schrieb ich erst kürzlich einen Beitrag (Link ebenfalls am Ende). „Meine“ Baustelle aber ist auch nicht zu verachten und hat auch mit einem DSL- und Telefonanschluss zu tun:

Nach meinem Umzug vor knapp zwei Jahren habe ich unmittelbar nach Einzug bei O2 einen Festnetz-Anschluss beantragt. Ich war natürlich nicht davon ausgegangen, dass das dann ganz schnell geht. Aber alle Anbieter werfen ja für Neukunden mit ihren Surfsticks nur so um sich – also war dieser eher „späte“ Antrag kein Problem für mich. Die Auftragsbestätigung flatterte auch alsbald ins Haus mitsamt allem Blabla, wie froh man sei mich als Kunden gewonnen zu haben. Dann allerdings passierte erst einmal eine Weile überhaupt nichts. Es kam kein Termin zur Freischaltung, kein Termin für einen Techniker und auch sonst keine Info. Gähnende Leere. Nach einiger Zeit (ich weiß nicht mehr, wie lange ich gewartet habe) habe ich mich dann mal an die Hotline gewendet mit der Frage, wie es denn nun mit meinem Festnetz aussieht. Und da konnte mir der Mitarbeiter an der Hotline auch nicht weiterhelfen. Er sähe nur, dass der Auftrag erteilt sei, aber nicht, woran es denn nun liege, dass er nicht ausgeführt werde. Denn eines war klar, der Auftrag stand ganz klar in einer Art „Warte“-Status.

Nach wiederum einer ganzen Weile kam dann von O2 ein Brief mit der Info, dass der Telefonanschluss in meiner Wohnung erst nach weiteren vier Monaten frei wird. Bis dahin sei er belegt vom vorherigen Anbieter und könne auch nicht freigegeben werden. Nach einigen Tagen wilder Telefoniererei und Rennerei mit und zur Telekom (der vorherige Anbieter) musste ich einsehen, dass es alles nichts bringt. Die Telekom will den Anschluss nicht freigeben (sogar dann nicht, wenn ich meinen Festnetz-Anschluss BEI DER TELEKOM beantragen würde). Und O2 hätte da nun überhaupt gar keine Möglichkeit, irgendetwas zu machen – man könne mir nicht helfen. Ich habe dann an der Hotline dem O2 Mitarbeiter gesagt, dass ich den Anschluss aber jetzt brauche und nicht erst in vier Monaten. Und wenn ich ihn jetzt nicht kriegen kann, dann möchte ich ihn auch nicht. (Ja, ich weiß!)

Ich habe mich daraufhin zeitnah bei Unitymedia gemeldet. Denn der Kabelanschluss war NICHT vom Vormieter noch belegt. Binnen kürzester Zeit hatte ich Internet. Dreimal so schnell, halb so teuer.

Die Monate zogen ins Land. Und nach dreieinhalb davon bekam ich dann plötzlich Post von O2. Man teilte mir freudig mit, dass mein Festnetz-Anschluss ja bald frei und verfügbar sei und man mir dann ab genanntem Stichtag meinen DSL- und Telefonanschluss freischalten könne. Die Hardware würde demnächst folgen.

Ich hatte das im ersten Moment tatsächlich für eine Art sehr absurden Scherz gehalten oder für einen internen Irrtum. Denn ich wollte den Anschluss ja schließlich nicht mehr und habe das auch gesagt damals. (Jaaaa, ich weiß!) Aber O2 ließ sich nicht beirren und nachdem der Ton etwas rauer geworden war – ich hatte einfach mit Nachdruck und sehr deutlich gesagt, dass ich nach vier Monaten diesen Anschluss auch nicht mehr brauche und auch nicht haben möchte und es eine Unverschämtheit finde, nach dieser langen Zeit überhaupt noch auf mich zurückzukommen, teilte man mir mit, dass ich schließlich damals nach Bestellung des Anschlusses zum Zeitpunkt meines Einzugs zwei Wochen Widerrufsfrist hatte, die ich fruchtlos habe verstreichen lassen. Das wirklich lustige daran ist (haha™), dass ich innerhalb dieser zwei Wochen noch gar nicht WUSSTE, dass ich den Anschluss erst nach vier Monaten würde haben können. Und das habe ich auch mehrfach versucht, verschiedenen Mitarbeitern bei O2 klarzumachen. Aber der Service-Dienstleister ließ nicht mit sich reden und ließ sich auch nicht von dem lächerlichen Umstand überzeugen, dass ich seit Anbeginn des Unternehmens Kunde bei ihnen bin und nebenbei mindestens sechs weitere Kunden für das Unternehmen geworben habe. Die Widerrufsfrist sei maßgeblich, die habe ich verstreichen lassen, damit könne man mir leider nicht helfen. Bam.

Thema durch für den Laden. Und seitdem liegt hier ein Anschluss – ein ZWEITER Internetanschluss – den ich nicht nutze. Den ich aber fleißig bezahle. Läuft bei O2. An dieser Stelle sei der Hinweis auf den anderen Fall gestattet, bei dem O2 seit Monaten komplett(!) keine Leistung mehr bringt. Aber das Geld für diesen Anschluss einstreichen können sie. Und das Geld ist nun auch bei mir der Punkt. Gegen Monatsende (wieso bucht O2 am Monatsende ab?!?) ging eine – EINE – Abbuchung zurück. Der Betrag ist längst wieder komplett ausgeglichen, da flattert mir eine außerordentliche Kündigung ins Haus mit der Info, dass mit der Restforderung nun ein internes Inkasso-Unternehmen betraut werde. Ich bin ja mal wirklich gespannt, wie O2 gerade letztgenannten Schritt begründet bei ausgeglichenem Vertragskontostand. Dieser Laden ist so endlos verstrahlt, dass mir wirklich die Worte fehlen. Und im Grunde kommt mir O2 damit ja sogar nur zuvor, weil ich den Vertrag ohnehin gekündigt hätte zum Ende der Laufzeit. Und auf diese Weise kann O2 jetzt noch ein bisschen Extrakosten bei mir einstreichen durch die Beauftragung des INTERNEN Inkasso-Unternehmens. Und ich überlege ganz ehrlich, ob es mir das wert ist und ich diese ganze Scheiße einem Anwalt übergebe. Ich hab‘ von diesem Saftladen und diesem restlos anmaßenden und arroganten Umgang mit den Kunden dermaßen die Schnauze voll… es ist sogar noch viel schlimmer, als mit T-Mobile damals. Und da hatte ich schon gedacht, dass das wohl kaum möglich wäre.

Anbei noch die Links zu erwähnten Beiträgen und eine ernste Warnung an alle, die das lesen: überlegt euch dreimal, ob ihr euch dieser Klitsche an den Hals werfen wollt. Es gibt auch andere Anbieter mit schönen Tarifen und besserer Musik in der Werbung.
Der nicht funktionierende Festnetz-Anschluss und der arroganteste Shop-Mitarbeiter des Jahrhunderts: O2 scheißt auf seine Kunden
Das myHandy-Konto-Hotline-Sim-Karten-Debakel: Ein „Tag“ mit der Kundenbetreuung von O2