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Gepostet by on Sep 13, 2017 in Gesellschaft, Medien, Politik | 1 Kommentar

Das tote Kind und der Wahlkampf

Was sind wir für eine zynische Gesellschaft geworden? Was haben wir für eine abstoßende, ekelerregende Doppelmoral? Was sind wir gefangen in unserer Blase, von innen verspiegelt, blind für die Außenwelt. Wobei der Vergleich hinkt, zumal unser Wohlstand alles andere als in einer Blase lebt – zu abhängig ist er von der Ausbeutung anderer Teile dieser Welt. Doch worum geht es? Die Partei DIE PARTEI hatte in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt mit einem umstrittenen Wahlplakat. Es führte den ohnehin für sich allein schon grenzenlos zynischen Wahlslogan der CDU („Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben“) in abgewandelter Form: „Für einen Strand an dem wir gut und gerne liegen“. Und es zeigte das Bild des im Jahr 2015 im Mittelmeer ertrunkenen und am Strand bei Bodrum angespülten Jungen Ailan Kurdi, dessen Leiche scheinbar friedlich im Sand lag. Dieses Plakat darf als Kritik an der aktuellen Flüchtlingspolitik der CDU/CSU & SPD Bundesregierung gewertet werden – vorsichtig formuliert. Und es zeigt auf sehr deutliche Weise die brutale, eiskalte...

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Gepostet by on Aug 24, 2017 in Gesellschaft, Hintergrund, Philosophisches, Politik | Keine Kommentare

Zum Beitrag von Jens Spahn in der ZEIT über Englisch in Berlin

Ich beziehe mich auf diesen Beitrag in der ZEIT, den ich inhaltlich hier kopiert habe, um ihn zitieren zu können: ZEIT.de Der bayerische Kabarettist Gerhard Polt bringt es auf den Punkt: Beim Italiener lässt er einen Unverbesserlichen auf zusammengeklaubtem Italienisch bestellen. Das sprachliche Trauerspiel gipfelt in der Order eines Kaiserschmarrens als „Narretia dell’Imperatore“. Die Küche sei schon geschlossen, antwortet daraufhin der Kellner ungerührt – im breitesten Bayerisch. Die kleine Geschichte um die verunglückte sprachliche Anbiederung bringt den verkrampften Umgang der Deutschen mit ihrer eigenen Sprache auf den Punkt. Deuten Sie das wirklich so? Ich deute es anders: für mich ist das Freude und Begeisterung an fremden Sprachen. Wenn auch in diesem Fall recht typisch bayerisch unbedarft. Wissen Sie, wie man Dinge versteht, einsortiert und deutet, sagt viel mehr über einen selbst aus, als über denjenigen, den man interpretiert. Ich jedenfalls störe mich daran, dass in nicht wenigen Berliner Restaurants ausschließlich nur noch auf Englisch bedient wird. Dann gehen Sie halt nicht mehr dort hin. Wissen Sie, mich stören ganz...

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Gepostet by on Jan 14, 2017 in Ausraster, Evolution, Gesellschaft, Intelligenz, Kapitalismus, Politik | Keine Kommentare

Ein Neoliberalismus-Soldat kriegt sein Fett weg

Oh mein Gott. Werden Sie von der INSM-Verbrecherbande bezahlt für den widerlichen Scheiß, den sie hier schreiben? Das Loblied des Neoliberalismus – „jeder in der Gesellschaft hat die gleichen Chancen“. Das ist nicht nur arrogant, sondern auch einfach schlicht falsch. Bildung gibt’s für Kinder reicher (oder reicherER) Eltern. Sozialer Aufstieg aus der Armut heraus ist die AB-SO-LUTE Ausnahme. Kinder aus sozialen Brennpunkten waren vermutlich auf schlechten Schulen, das Lernen ist untergegangen in sozialen Problemen. Dann gibt’s kein Abi und auch keine Grundlage für ein nachgemachtes Abi. Es bleiben nur noch die schlecht bezahlten Jobs und das arrogante Gelaber von so verkommenen Narzissten wie Ihnen, dass man selbst Schuld sei. Und solange es so völlig empathielose Figuren wie Sie gibt, die dieses menschenverachtende System der falschen Versprechungen verteidigten, weil sie sich selbst als Gewinner und als Macher fühlen, solange tritt unsere Gesellschaft auf der Stelle. Fortschritt wäre es hingegen, wenn die Gesellschaft lernt und versteht (das bedeutet: jeder Einzelne!), dass Menschen verschieden sind. Dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen diese Welt...

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Gepostet by on Nov 22, 2016 in Evolution, Gesellschaft, Hintergrund, Kapitalismus, Philosophisches, Politik, Zukunftsvorhersage | Keine Kommentare

Ein Gedanke zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE)

Die Idee des Grundeinkommens ist ja auch eine Art Aufrechterhaltung unseres wirtschaftlichen Systems. Denn eine Mehrheit arbeits- und erwerbsloser Menschen kann sich eine auf Kapitalismus aufgebaute Gesellschaft nicht leisten – das würde unweigerlich zu Bürgerkriegen führen. So gesehen wird das BGE mit Sicherheit bald zum Lieblingsprojekt konservativer, neoliberaler Kräfte – denn alles andere würde das Ende ihres Gesellschaftsmodells bedeuten. Und ich denke, dass sie das wissen. +TweetGefällt mir:Gefällt mir...

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Gepostet by on Jul 23, 2016 in Gesellschaft, Philosophisches | Keine Kommentare

Reden rettet keine Menschenleben

Man sagt, vom Reden werden keine Menschenleben gerettet. Das stimmt leider. Bei der Frage, was der Einzelne, was ICH tun kann, bin ich schon sehr oft völlig verzweifelt an viele Grenzen gestoßen. Wir sind als Mitglieder der westlichen Welt so eng verzahnt mit den Mechanismen dieser westlichen Welt, dass es kaum möglich ist, wirklich etwas zu verändern. Aber es gibt viele kleine Dinge, die man tun kann. Und das ist zum Beispiel auch das Konsumverhalten. Wenn man Kaffee kauft, sollte man auf Fair Trade achten (abgesehen davon, dass es wahnwitzig ist, dass ein Kilo Fair Trade Kaffee oft viel günstiger ist, als die gleiche Menge diese widerlichen Umwelt-Vermüllungs-Kapseln mit Kaffee zweifelhafter Herkunft drin), oder nicht mehr bei so Verbrechern wie Primark einkaufen. An dieser Stelle höre ich oft das Argument „Ja, aber das kann man sich ja gar nicht mehr leisten heutzutage“. Stimmt, und das ist ja auch so gewollt. An dieser Stelle entgegne ich dann zwei Dinge: Erstens „ja, dann überlege bei der nächsten Wahl mal GANZ genau,...

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Gepostet by on Jun 28, 2016 in Ausraster, Evolution, Gesellschaft, Hintergrund, Kapitalismus, Medien, Politik | Keine Kommentare

Kleiner Ausraster zum Mindestlohn

Einem arbeitenden Menschen in einem der reichsten Länder der Welt 8,84 Euro BRUTTO pro Stunde zu zahlen ist so jämmerlich, dass ich keine passenden Worte mehr dafür finde. Während sich ein Vorstand trotz eigener eklatanter Fehlleistung mit dem von seinen Arbeitern erwirtschafteten Geld noch selbst millionenfach Zucker in den Arsch bläst. Ehrlich, ich frage mich, wieso wir hier noch keinen Bürgerkrieg haben und was sich die Menschen noch alles gefallen lassen, bis es soweit ist. Und einen Mindestlohn von 8,50 und dann ab nächstem Jahr 8,84 zu feiern wie eine hohe zivilisatorische Errungenschaft ist ein absolutes Armutszeugnis unserer Gesellschaft und unserem Umgang mit Gerechtigkeit, Geld und Respekt. Echt, ich komme aus dem Kotzen nicht mehr raus. Süddeutsche: Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro +TweetGefällt mir:Gefällt mir...

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