Es ist Sonntag morgens, naja, nachts und der Wecker hat soeben um 3:40 Uhr geschellt. Man muss entweder total verrückt sein oder einen triftigen Grund haben um diese Uhrzeit an einem Sonntag aufzustehen! – Wir haben letzteres, Kerstin und Ich. Denn unser Flugzeug soll um 6:35 vom D-Dorfer Flughafen gen Süden starten wo, wie uns das Internet versprach, die Sonne bei angenehmen 28 °C im Schatten scheint und der Strand direkt vor unserer temporär neuen Haustüre sein wird. Also stehen wir ohne zu murren… ok mit so wenig murren wie möglich, auf und verrichten die üblichen letzten Tätigkeiten, die man so erledigt, bevor man das Haus für mehrere tage verlässt. An alles haben wir gedacht nur nicht ans Frühstücken.
Da uns die Mägen auf dem Weg zum Flughafen allmälig zu knurren beginnen, entschließen wir uns dazu noch schnell am Flughafen bei McDonalds zu Frühstücken. Die Warteschlangen beim Checkin bestärken uns noch bei diesem Vorhaben.
Inzwischen: 05:02 Wir stehen vor McDonalds und es gibt kein Frühstück. Dafür ist es noch zu früh, oder vllt noch zu spät? Man weiß es nicht, die Dame bei McDonalds weiß es auch nicht, schließlich schaut sie recht verwirrt bei dieser Frage und alles was sie antwortet ist: „Erst ab 06:00 Uhr gibt es Frühstück.“ Damn! Das ist zu spät! Naja, ein paar 50 Meter weiter ist ja noch REWE, die haben bestimmt was! So ist es auch. Nach fünf Minuten warten an der Servicetheke verlassen wir die Kasse mit zwei prächtigen Baguettes in den Händen. Eines mit Käse, eines mit Salami, beide mit einer Soße, die eine Mischung aus Remoulade und Joghurt-Dressing darstellt. Sonst nichts. aber immernoch besser als Hamburger und Pommes zu Frühstücken!
Zurück am Checkin. Erstaunlich! Die Schlange hat sich in den letzten 20 Minuten so gut wie aufgelößt und wir sind praktisch instant durch.
Bei den Kontrollen habe ich vergessen meinen Gürtel auszuziehen und der Ramen piepst. Ich glaube der Kontrolleur ist vom anderen Ufer, schaut schon so interessiert auf meinen Gürtel, oder etwas unterhalb? (Nicht, dass ich etwas homosexuelle habe, doch auch hier gibt es soetwas wie sexuelle Belästigung!) -.- Ich biete an, meinen Gürtel auszuziehen und durch den Scanner zu schicken und selbst ohne selbigen erneut durch den Bogen zu laufen. Aber er schüttelt nur den Kopf und gibt mir halb mit Worten und halb mit Blicken zu verstehen: „Leibesvisitation“. Also, Arme hoch, einmal ganzkörperbegrapschen lassen, eine Hand wandert über meinen Intimbereich und ich bin kurz davor unverhofft mein Knie zu heben! „Umdrehen! Hände an die Wand und Füße heben!“ Jetzt scannt der meine Füße von unten. Tastet zum achthunderttausendstenmal meine Beine, meine Seiten, meine Arme ab. Zum Abschluss noch einmal über mein Hinterteil gestrichen! Alles nur wegen eines Gürtels! Wäre es nicht leichter gewesen den eben auszuziehen?! oO Bei Kerstin piepst nichts und sie wird, ohne angeschaut zu werden, durchgewunken.
Naja, aber ich bin ja ein Schwerverbrecher und die muss man ja bekannterweise daran hindern auszureisen! Nungut, nachdem der etwas enttäuschte Grabscher fertig war durften wir dann auch weiter. Noch etwa eine Stunde bis der Flieger abhebt. Wir warten. Leider geht von einem Gate neben uns eine Maschiene nach Malle ab. Yo Digger! Biergestank, gegröle und Assi-slang liegen in der Luft. Ich könnt kotzen! Gott sei dank betrete ich einen anderen Flieger als die! Hätt ich doch besser Hamburger und Pommes genommen. Das passt besser zu Bier- und Alkoholgestank als ein Frühstücksbaguette. Wir warten weiter und nach 15 Minuten, die mir vorkamen wir eine halbe Ewigkeit werden diese Party-‚Ich schieß mich im Urlaub noch mehr ab, als ich es zu Hause eh schon tue‘-gänger zum Einstieg gebeten. Mein Beileid gilt all jenen, die mit diesen Bekloppten reisen müssen. Aber recht bald werden auch wird auch unser Flug aufgerufen und wir machen uns auf den Weg zur Gangway. Einmal durch den Tunnel und dann durch… ne, Moment, die Treppe runter? Und dann? Etwa in den bus der da steht? Ich dachte das Flugzeug, dass hier steht wäre unseres? Nagut. Also in den Bus. Er bringt uns ein Stück über den Flughafen und hält auch wieder an. Als ich aussteige denke ich, ich guck nicht richtig! OOHHH ist die Maschiene NIEDLICH! So richtig klein. Ne Nummer kleiner und sie würde mit propellorn auskommen :D – Naja, hier wieder Treppe hoch und rein in das Flugzeugchen.
Und schon begegnen einem die ersten Menschen, die einem vorher schon auffielen zum zweiten mal. Nachdem wir eine offensichtlich eingebildete, hässlige, aber sich trotzdem für die schönste haltende, Diva von unseren Plätzen vertrieben hatten setzten wir uns exat hinter diese „auffälligen“ Menschen. Eine Mutter, mit ihrem Sohn und seiner Oma. Der Flug wird ja spitze! Warum, erzähl ich später in „Urlaubsimpressionen – Reise Teil II“
Florian