Es ist lange her, dass ich mir zuletzt hier über Müll einen saftigen Ausraster geleistet habe – deswegen wurde es nun mal wieder Zeit: Liebe Leute, die ihr eure Kippen um euch werft, die ihr eure McDonalds Hinterlassenschaften in Zügen zwischen die Sitze klemmt und in jede Begrünung schmeißt, die ihr eure Bierflaschen auf Wiesen liegenlasst, die ihr einen Kinosaal oder eine Disco oder eine Kneipe hinterlasst wie eine Müllkippe im Endstadium, die ihr euch einen Dreck (haha) darum schert, in welchen Zustand ihr eure Umwelt versetzt… mir fällt nichts Adäquates ein.
Ich hab nichts gegen euch… zumindest nichts wirksames. Ich möchte aber erneut anregen, dass alle ihr, die ich hier nun in meiner allgemeinen Ansprache adressiert habe, endlich eure eigenen Stadtviertel bekommt. Dort könnt ihr dann rumrotzen, Kippen und Schachteln so lange auf Straßen und auf Wiesen werfen, bis sie sich zum Himmel stapeln. Ihr könnt eure Kinosääle vollmüllen, bis man die Sitze nicht mehr sieht (scheint ihr euch ja offenbar mit wohl zu fühlen), ihr könnt in den Bahnen rumkotzen, euren Müll in jede Ritze quetschen, euren Müll mit in die Kneipen und Discos bringen und einfach überall liegen lassen… Bis ihr in eurem eigenen Dreck elendiglich erstickt.
Ich empfinde Respekt vor den Leuten, die in den Kinos aufräumen, die die Züge sauber machen, die die Straßen kehren und sauber halten… gäbe es diese Menschen nicht, sähe unsere Welt schlimm aus und entgegen meiner gerne tiradierten Behauptung würden sich dann auch sicher die Dreckschweine unter uns nicht mehr wohl fühlen. Mich schockt diese restlose soziale Dummheit. Was anderes ist das nicht. All ihr widerlichen Dreckschleudern seid offenbar weder in der Lage, noch willens, euch mal vorzustellen, wie sich der/diejenige fühlt, der/die als nächstes ins Kino, auf die Wiese, in den Zug kommt. Da ist seltenst die helle Freude angesagt, wenn man auf die alten Bierflaschen, die alten Popcorn oder McDonalds-Tüten oder sonstwelche unappetitlichen Hinterlassenschaften stößt. Aber der Appell, doch mal für zwei Cent nachzudenken verhallt bekanntlich nicht nur ungehört, sondern wird meist noch verhöhnt. Traurige Gesellschaft. Traurig.