Es wäre fast niedlich, wären nicht potentiell so entsetzlich viele Menschenleben davon bedroht.
Dass die Führung des Iran sich seit Jahren aufführt, als wären sie gerade dem Kindergarten entstiegen, ist ja nun kein Geheimnis. Und obwohl sich ihre heimlichen Gegenspieler nicht sehr viel anders verhalten (die USA haben aber einfach die größeren Bauklötze), gerät das Gezank doch nun in eine Ebene, die nicht mehr wirklich lustig ist.
Über den Slapstick des Atomstreits lache ich seit Jahren nicht mehr, weil einfach keine neue Pointe kommt – der Witz der leeren Drohungen des Westens ist nunmal reichlich ausgelutscht und auch über den Nasentanz der iranischen Führung, ausgetragen auf selbigen Körperteilen aller Mitglieder der Vereinten Nationalkindergärten, kann ich noch bestenfalls verhalten lächeln. Zumal ich in dieser bodenlos dreisten Art schon fast etwas mutiges entdecke.
Allerdings wird es jetzt aktuell etwas heikel, weil nun aktuell und unmittelbar ein paar Menschenleben bedroht sind. Der aufmerksame Kritiker mag anmerken, dass schon immer Menschenleben in Gefahr waren und schon immer Menschen an den Folgen internationalen Geplärrs starben, ohne dass es in unseren Medien auftauchte. Richtig. Dennoch spielen die aktuellen Ereignisse in einer anderen Liga.
„Sie müssten sich nur entschuldigen, dann wären alle 15 Soldaten frei“ ereifert sich der kleine, ungepflegte, sogar durch den Fernseher stinkende und ohne Manieren ausgestattete Mahmud. Ich frage mich, wo um Himmels Willen die Kindergärtnerinnen sind. Schließlich werden sie dafür bezahlt, dazwischenzugehen, wenn sich mal wieder zwei minderbemittelte AKs (siehe Definition Mittermeiers) zanken. Dabei frage ich mich immer, woher dieser Impuls kommt, diesem Herrn Ahmadinescheiß mal so richtig alle Knochen zu kneten – erschreckt mich manchmal selber.
Auf der anderen Seite sind die Briten mit ihrem Bandenanführer Tony. Das Letzte, was denen einfallen würde, wäre eben diese Entschuldigung. Wäre es zugegebenermaßen eventuell eine einfache Lösung, um 15 Menschenleben zu retten (wobei man Versprechen vom Mahmud eigentlich eh nicht glauben kann), so wäre es doch der sichere diplomatische Tod des Königreichs. Zumal das den Briten vom Mahmud vorgeworfene Vergehen offensichtlich dessen Hippokackamus im Zentralhi… ähm… Vakuum entstammt. Scheiße (und blöderweise auch sehr peinlich) ist auch, wenn man offenbar zu dämlich ist, eine Anschuldigung richtig zu formulieren. „Du hast Dein Spielzeug in deiner Ecke liegen lassen.“ …jo, und? „Ähh… in MEINER Ecke, meinte ich.“
Demonstriert auch mal wieder den intellektuellen Horizont vom Mahmud. Und wieder dieser Wunsch danach, dem mal ordentlich die Kopfhaut zu rasieren… mit ner Pincette.
Stünden hinter den Zankäpfeln nicht zig Millionen Menschenleben, die bereit sind ihrem Bandenchef blind zu folgen (wobei ich mich bei Mahmuds Bande echt frage, was in DEREN Köpfen vorgehen muss), würde ich mich amüsiert zurücklehnen, mir Popcorn und ne 3D-Brille schnappen und vor Lachen heulend dabei zusehen, wie der Gentleman auf diesen Homo gerade-eben-erectus trifft.
Leider ist die Wirklichkeit nicht so witzig, und wenn wir nicht alle höllisch aufpassen, könnte aus dem Kram sehr schnell ein sehr bitterer und großer Krieg werden, dessen Grenzen ich wohl nicht nennen kann.
Ich wünschte mir im Moment ein glasklares außenpolitisches Zeichen der engsten Verbündeten Großbritanniens – ebenfalls ein Einfrieren aller diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zum Iran, bis die Geiseln frei sind.
Und ich frage mich, wo im Moment der Unterschied liegt zwischen dieser Entführung und einer möglichen Entführung durch Terroristen. In beiden Fällen werden die Geiseln vorgeführt und zu Propaganda oder für politische oder finanzielle Forderungen missbraucht.
Ich wünschte mir, die westlichen Regierungen fänden alsbald einen Weg und eine Möglichkeit dem unverschämten Treiben Irans ein jähes Ende zu bereiten.
Ich möchte nicht in einigen Wochen/Monaten aufwachen und in den Nachrichten hören/sehen, dass der Iran eine Bombe auf Tel’Aviv geschmissen hat.
Es liegt in unser aller Hände, wie wir den drohenden Kulturen-Krieg gestalten. Und derart destruktive und ganz offenkundig blutdurstige Verbrecher, wie der derzeitige Iranische Präsident, lenken die Geschehnisse eher in eine finstere Richtung. …oh, vom derzeitigen, die USA regierenden Homo Spackus mal gar nicht zu sprechen.
Ben