Ehrlich, das Argument, die „natürliche“ Ehe zwischen Mann und Frau sei zu schützen und zu fördern gegenüber dieser „schrillen Minderheit“ (Zitat Dobrindt, CSU), weil die „natürliche“ Ehe eben Kinder hervorbringe, die so wichtig seien für den Staat und die „andere“ – oder dieser Argumentation folgend „unnatürliche“ Ehe – eben nicht, zeugt von der Haltung dieser Politiker. Denn diese Argumentation ist nur dann schlüssig, wenn man davon ausgehen kann, dass es weniger Kinder geben würde, wenn man die „Homo-Ehe“ mit der „Hetero-Ehe“ gleichstellt. Das widerum bedeutet, dass eigentlich homosexuelle Menschen ohne diese Gleichstellung eher in einer traditionellen Ehe landen und dort dann Kinder bekommen – die sie mit der Homo-Ehe nicht bekommen hätten. Und das schließlich bedeutet, dass die Christdemokraten dementsprechend offensichtlichst den Menschen einzureden versuchen, welche sexuelle Haltung sie leben sollen bzw. zu leben haben. Und dass diese Politiker tatsächlich glauben, sie könnten und – viel schlimmer – dürften das.
Denn eines ist glasklar. Wenn man nicht glaubt, dass die Ablehnung einer Gleichstellung von Hetero- und Homo-Lebenspartnerschaften, einen Einfluss auf die Geburtenrate hat, dann gibt es wirklich keinen sinnvollen Grund, sich eben dagegen zu stellen. Willkommen in der Denke der Christdemokraten. Ehrlich, wer die wählt, hat NICHTS verstanden.