+++ Türkische Verbände kritisieren Kampagne des Innenministeriums +++

Ja, hab mich schon gefragt, wie lange es diesmal dauert, bis sie sich wieder beleidigt fühlen. Und dass ihnen die Spitzengrünen (allen voran natürlich – ganz zufällig – Cem Özdemir) mal wieder beispringen, war so vorhersehbar und auch nur eine Frage von Minuten. Wieso nur drängt sich mir der Eindruck auf, dass diesen Verbänden außer reaktionärem Gemecker keine einzige Kompetenz zugerechnet werden kann?

+++ Türkische Verbände rufen UN und OSZE an, um bei deutschem Innenministerium zu intervenieren +++

Okay Leute… hakt’s? Wieder zu viel Selbstgefälligkeit und Weinerlichkeit in den Kaffee geschmissen heute morgen? Denn anstatt hier – mal wieder und inzwischen ja nicht anders zu erwarten – zu meckern, zu petzen, sich leidzutun und den ach so bösen, niederträchtigen deutschen Staat anzuklagen, wäre es mal an der Zeit, selbst aktiv zu werden. Denn mir missfallen hier folgende Punkte inzwischen ganz massiv:
Erstens sehe ich bei der Plakataktion mitnichten einen Generalverdacht. Im Gegenteil stellen die Plakate doch eine Welt dar, in der Muslime normalerweise eben NICHT radikal sind… (hmm, oder ist es vielleicht das, was euch Rohrkrepierern missfällt? Interessanter, entlarvender Gedanke). …egal. Also, eine Welt, in der sie eben normalerweise nicht radikal sind, sondern in der die Radikalisierung eben auffällt und – anders als bisher – nicht mehr tabuisiert werden soll! Also ich halte das für eine ganz gute Botschaft. Und ich finde es haarsträubend, dass dann türkische Verbände daraufhin solch eine hochgradig zickige Reaktion zeigen. Das ist wirklich sehr entlarvend.
Zweitens habe ich alles andere als den Eindruck, dass die hier involvierten muslimischen Verbände irgendwelche eigenen Aktionen unternehmen, um die Radikalisierung in ihren Reihen zu unterbinden. Es gab ein paar wundervolle Kommentare zu der Meldung auf der Webseite der Tagesschau. Sinngemäßg wird gefragt, wieso radikale Verbände nicht hochkant aus den Moscheen geschmissen werden? Oder wieso man als muslimischer Verband hier in Deutschland so überempfindlich und weinerlich reagiert und bei UN und OSZE glaubt petzen gehen zu müssen bei der bloßen Andeutung einer eventuellen Diskriminierung ihrer Glaubensgemeinschaft, wenn gleichzeitig in ihren Heimatländern Christen und Andersgläubige verfolgt werden. Doppelmoral übelster Sorte. Ich will damit nicht sagen „Haltet euer dämliches, debiles Scheißmaul, solange ihr selbst viel schlimmer seid, als ihr es anderen vorwerft“ (auch wenn es mir im Affekt schon auf der Zunge lag). Viel wichtiger ist mir, dass auch die muslimischen Verbände endlich verstehen, wo sie hier sind. In einem Land, das Glaubenskriege hinter sich hat ohne Ende. Einem Land, das sich mit unsagbar viel Blut und Leid Religionsfreiheit erkämpft hat. Einem Land, das eben diese Religionsfreiheit nicht nur allen hier lebenden Menschen öffnet (also auch allen Muslimen, die hier herkommen), sondern eben jene Freiheit auch verteidigt. Und wenn den Muslimverbänden außer Gemecker auf diese Verteidigung nichts einfällt und sie gleichzeitig nicht gerade durch Aktivität in der Bekämpfung radikaler Tendenzen in ihren eigenen Reihen glänzen… das logische Ende dieses Satzes ist kein Angenehmes.
Wer dermaßen durch schreiende Dummheit und dreiste Selbstsucht auffällt, wie es diejenigen muslimischen Verbände gerade tun, die zum Innenministerium in Opposition getreten sind, ist an jeder Stigmatisierung und Anfeindung komplett selbst Schuld! So wird das nichts mit dem Zusammenleben in Deutschland.