Es ist schon mehr als bitter, wenn einem das eigene Privatleben (was nämlich PRIVAT ist, wie es das Wort schon sagt) in der Regenbogenpresse um die Ohren gehauen wird. Bitter, dass man im privatesten, verletzlichsten Lebensbereich hereingelegt wird NUR aus Profit- und Sensationsgier (was im Endeffekt auch nur Profitgier ist). Alleine das ist schon wirlich, WIRKLICH bitter.
Was aber schon an Unglaublichkeit grenzt, ist dann die Folge, dass große, renommierte und in meinem Empfinden bisher auch ganz ordentliche Konzerne wie der ADAC sich vielmehr am Inhalt des ausspionierten und öffentlich zur Schau gestellten Privatlebens stoßen als an der Frage, wie es dem Opfer dieser Bloßstellung wohl gehen mag.
Und da der ADAC sich in diesem Fall dermaßen kindergärtlich und erschreckend unprofessionell verhält, und ich noch nicht vernommen habe, woran EXAKT der ADAC sich nun stößt (eventuell daran, dass jemand Sex hatte? Oder vielleicht daran, dass er Sex mit vier(!) Frauen hatte – dann wären wir bei Neid angekommen, würde ich sagen), sehe ich als bisher zahlenden ADAC-Kunden mich nun veranlasst, mich meinerseits zu distanzieren. Und zwar davon, einem Verein, der sich derartig in der Öffentlichkeit artikuliert und das Privatleben eines Menschen verurteilt, weiterhin Geld zu geben.
Gäbe es einen Hauch Solidarität, hätte die Reaktion des ADAC heißen müssen „Wir stehen hinter Max. Solch eine Aktion DARF nicht passieren. Wir verurteilen die Presse für solch eine infame öffentliche Bloßstellung.“
Ich rate jedem, der ähnlich denkt, ebenfalls diesen Schritt zu gehen. Unglaublich, ehrlich!
Ben