Ich zitiere einmal aus einem heute erschienenen Artikel bei der Süddeutsche.de: Vom Tisch? Von wegen!:

„Die Vorwürfe sind vom Tisch. (…) Die NSA und der britische Nachrichtendienst haben erklärt, dass sie sich in Deutschland an deutsches Recht halten. (…) Der Datenschutz wurde zu einhundert Prozent eingehalten.“ – Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) am 12. August nach einer Sitzung des PKGr.

„Ich habe keinen Grund, an den Angaben der USA zur Einhaltung deutschen Rechts zu zweifeln.“ – Kanzlerin Merkel am 19. August in der Passauer Neuen Presse.

„Darauf muss ich vertrauen, ich habe jedenfalls keinen Anlass, dem nicht zu vertrauen.“ – Kanzlerin Merkel im TV-Duell am 1. September zu den Aussagen der NSA.

„Was wir heute hier erleben ist die Fortsetzung des rot-grünen Sommertheaters. Wie erkläre ich einen Skandal, der keiner ist.“ – Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) in der Bundestagsdebatte über Tempora und Prism am 3. September.

Süddeutsche.de: Vom Tisch? Von wegen!

Man darf sich erinnern an Herrn Pofalla, der die Diskussion für beendet erklärt hat. Friedrich war seinerseits höchstselbst in die U.S.A. gereist – in Funktion als Innenminister dieses Landes. Und somit als Beauftragter der Bevölkerung selbst. Er hat die Aufgabe, die Sicherheit der Bürger dieses Landes zu gewährleisten. Auch die Sicherheit ihrer Privatsphäre. Das Ergebnis seiner Reise? Alles gut. Nichts zu beanstanden. Kein Handlungsbedarf. Kein Grund zu meckern. Kein Grund, sich noch weiter so hysterisch aufzuregen, wie das manche Medien ganz gerne zu tun scheinen. Viele in der Union können die ganze Panikmache nun wirklich nicht verstehen. Die Widersprüchlichkeit in den Aussagen der Bundesregierung entsteht dann auf der anderen Seite auch bei solchen Aussagen, die der Botschaft, es werde kein Grundrecht verletzt, eklatant entgegenstehen:

„Es ist nicht meine Aufgabe, mich in Details von Prism einzuarbeiten. (…) Der amerikanische Präsident Obama hat vor einigen Tagen gesagt, hundert Prozent Sicherheit, hundert Prozent Privatsphäre, null Unannehmlichkeit, das sei nicht zu haben. Das stimmt.“ – Kanzlerin Merkel am 19. Juli vor der Bundespressekonferenz.

Süddeutsche.de: Vom Tisch? Von wegen!

Und jetzt – oha – scheint es eine Wandlung zu geben. Denn was für den Pöbel zumutbar ist, ist es für den Adel noch lange nicht. Denn nun kommt heraus, dass vermutlich auch das Handy von Merkel bespitzelt wurde. Das Handy von Herr Maier? Oder Frau Weber? Oder die Überwachung von Linkspolitikern durch den sogenannten Verfassungsschutz? Oder das Eindringen in die Privatsphäre eines jeden Bürgers dieses Landes? Überhaupt kein Problem aus Sicht unseres Politik-Adels dort oben in den dünnen Sphären des Korruptions-Olymp dieses Landes. Die Überwachnung des Handys von Königin Mutti? Skandal!

Eigentlich fällt einem da wirklich nichts – NICHTS! – mehr zu ein. Außer, dass ich es für einen noch viel größeren Skandal halte, dass 42% der wählenden Wähler dieser Frau ihr Kreuzchen gegeben haben. Das ist die höchste Form, die absolute Spitzenklasse, die Königsdisziplin der ultimativen, formvollendeten, brachialen Blödheit!
Und wenn nicht die anderen 58%, sowie alle Nichtwähler und alle noch nicht Wahlberechtigten ebenso darunter zu leiden hätten, würde ich mich schlapp lachen, weil alle dummen schwarzen Wähler jetzt genau das kriegen, was sie verdient haben – sie werden belogen, bestohlen und betrogen und klatschen dafür sogar noch Beifall. Dummerweise aber eben auch alle anderen.


Nochmals danke an die Süddeutsche für diese wundervolle Übersicht der besten Zitate unserer Regierungspolitiker. Hier nochmals der Link: Süddeutsche.de: Vom Tisch? Von wegen!

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