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Gepostet by on Sep 10, 2013 in Intelligenz, Medien, Technik | Keine Kommentare

Windows 8 und der DAU

Windows 8 und der DAU

Durchstreift man die technischen Medien und Zeitschriften sowie deren Online-Ausgaben mit den Kommentarbereichen der dortigen Artikel, kann man sich vor Leuten nicht retten, die mit Windows 8 nichts anfangen können, nicht damit zurecht kommen, es hassen, es nicht verstehen – und lieber wieder Windows 7 nutzen wollen.
Und hier offenbart sich dann leider der DAU. Ich selbst nutze Windows 8 seit seiner Veröffentlichung. Es gibt ganze zwei einschneidende Änderungen im Bedienkonzept, die mir wirklich auffallen und an die ich mich erst einmal gewöhnen musste. Erstens ist das Startmenü nun beim Start immer aktiviert und erstreckt sich über den ganzen Bildschirm (Hinweis: ich spreche von der Metro-Oberfläche) und zweitens erreicht man das System (u.A. die Optionen für Herunterfahren und Neu-Starten) über die Charms-Bar an der rechten Bildschirmseite. Fertig. Alles andere – wirklich ALLES – ist von Windows 7 kaum zu unterscheiden. Einzige Unterschiede sind hier eklatante Verbesserungen in allen Bereichen. Angefangen beim Task-Manager (wenn ich seit meinen Windows 8 Erfahrungen selbigen unter Windows 7 öffne, fehlt mir etwas!), über die Systemsteuerung, die Netzwerkverwaltung, die Computerverwaltung, die Ordnerverwaltung, der Explorer selbst, die Taskbar, die Spracheneinstellungen… alles ist im Vergleich zu Windows 7 in Details verbessert worden. Aber umgewöhnen muss man sich hier nirgendwo. Wirklich nirgendwo. Man hat einen Desktop, der auf den ersten Blick von einem Windows 7 Desktop nicht zu unterscheiden ist. Man hat einen Explorer, der sich NUR auf den ersten Blick (fehlende Transparenzeffekte) von seinem Windows 7 Pendant unterscheidet, darunter aber exkat genau so aussieht und arbeitet… man kann Dateien genau so verwalten wie vorher, nur das Fenster für Kopier- und Verschiebevorgänge wurde massiv aufpoliert und verbessert (auch das fehlt mir bei Windows 7 erheblich). Man kann seine Programme starten wie zuvor, sie sehen aus wie zuvor, haben eine Titelleiste mit den üblichen Minimieren/Maximieren/Schließen-Buttons auf der rechten Seite. Man hat eine Taskleiste, die exakt so funktioniert wie die in Windows 7, außer, dass man sie jetzt bei mehreren Monitoren auch logisch trennen kann – genial!
Was, WAS ist es denn, was Windows 8 angeblich so unbedienbar macht? Die Metro-Oberfläche, die, anders als das alte Startmenü, alle Programme übersichtlich anzeigt anstatt sie in vielen Unterschachteln zu verstecken? Die Charms-Bar, deren Icons selbsterklärend sind? Der verbesserte Explorer? Der Desktop, der aussieht, wie der alte?
Ich habe einen ganz grauenhaften Verdacht. Nämlich, dass die meisten der Heuler es bis heute nicht geschafft haben, den Desktop zu finden. In diesem Fall könnte ich den Unmut verstehen. Zumal es keinen Datei-Explorer hat auf der Metro-Seite des OS. Braucht es aber auf dem PC auch nicht zwingend. Und wer deswegen wieder zu Windows 7 greift, war einfach zu dumm, auf die Kachel mit der Beschriftung „Desktop“ zu klicken. Denn dahinter verbirgt sich ein rundherum weiterentwickeltes, ausgereifteres, besseres und übersichtlicheres Windows 7.
Windows 8 ist das beste Windows aller Zeiten. Das meine ich so. Und zu dieser Meinung stehe ich.
Get used to it!

Ich greife im Folgenden einmal ein paar Kommentare von Usern auf heise.de mit gefährlichem Halbwissen heraus und äußere mich entsprechend:

Das Startmenü mit der integrierten Suche war schon fein, das fehlt
mir definitiv. Ich mag nicht erst mit der rechten Maustaste auf den
Button klicken müssen, dann noch auf die Suche.

Wenn man die Windows-Taste drückt oder mit der Maus in die untere linke Ecke des Bildschirms klickt, gelangt man in die Metro-Oberfläche. Hier tippt man einfach ohne einen einzigen weiteren Klick und ist sofort in der Suchfunktion.

Warum lasse ich dem Benutzer nicht die Wahl zwischen Kachelansicht
und dem „normalen“ Desktop, wie er zuletzt bei Win7 verwendet wurde?

Das System startet derzeit immer in die Kachel-Oberfläche. Ein Klick auf die „Desktop“-Kachel, und man hat seine Wahl getroffen. Verstehe das Problem nicht.

Windows 8.1 bietet für mich persönlich keinerlei Mehrwert, ganz im
Gegenteil… Leider.

Verbesserter Task-Manager, verbesserte Datei-Verwaltung, verbesserte Treiber-Unterstützung… das nenne ich Mehrwert.

Viel Spass beim Umstieg auf Linux/OS X – da scheint die Umgewöhnung
auf eine komplette neue GUI ja kein Problem zu sein.

Viel zitiert und oft erwähnt wird hier auch, dass man aus Frust über Windows 8 auf Linux oder eben OS/X umsteigt. Der Kommentar trifft’s einfach.

[…] Aber da ich Win7 eh noch auf meinem anderen Rechner habe, kommt auf den Win8 Rechner bald wieder mal ein Linux drauf. Ich habe die Hoffnung aufgegeben Win8 jemals produktiv nutzen zu können.

Was in aller Welt hindert einen denkenden Menschen daran, Windows 8 produktiv zu nutzen und was in aller Welt veranlasst einen denkenden Menschen, der Windows 7 gewohnt war, jetzt auf Linux umzusteigen, weil er mit Windows 8 angeblich nicht zurecht kommt?!

Wenn mir etwas schon in Windows 8 nicht gefehlt hat, dann war es das vollkommen überflüssige Startmenü. Für die Programme, die mir wichtig sind, habe ich Shortcuts in der Taskbar liegen – das halte ich seit Jahren unter Windows genauso wie unter Xubuntu und OS X. Das Startmenü ist das mit Abstand überbewerteste Feature in den „alten“ Windows-Versionen.

Der Start-Button in Windows 8.1 tut alles, was man von ihm wirklich braucht: Admin-Konsole, User-Konsole, Control Panel, Shutdown und eine handvoll anderer Funktionen sind per Rechtsklick direkt erreichbar. Und der Linksklick führt in die Modern UI, die als Startbildschirm das leistungsschwächere Startmenü ersetzt. Und wenn ich das nicht sehen will, richte ich mein System eben so ein, daß es direkt in den Desktop bootet.

QFT!

Wer sehr viel Software installiert hat, vor allem in Firmenumgebungen, hat jetzt durchaus ein Organisationsproblem, denn 80 Icons auf dem Desktop sind extrem unübersichtlich und auf der Taskbar vom Platz her vollkommen unmöglich.

Wer 80 Programme braucht, hatte auch unter Windows 7 Übersichtlichkeitsprobleme. Man kann durchaus auf der Metro-Oberfläche Verknüpfungen gruppieren, unnötige Verknüpfungen entfernen und sich das so anordnen, dass es einem passt. Aber dafür muss man halt verstehen, wie das funktioniert – eine hohe Hürde… …

Seit ich Touch kenne, weiß ich haptisches Feedback zu schätzen. Also bringt bitte bitte schnell wieder ein Desktop-OS auf den Markt.

Unter Windows 8: nach dem Start ein Klick auf die Kachel namens „Desktop“. Unter Windows 8.1: in der Systemsteuerung einstellen, dass das OS in den Desktop booten soll. Fertig.

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