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Gepostet by on Mai 8, 2006 in Gesellschaft, Gesundheit | Keine Kommentare

Naja, das Rauchen

Naja, das Rauchen

Ich möchte zu meinen bisherigen Hasstiraden gegen das Rauchen eine kleine Ergänzung anfügen.
Das Rauchen an sich entstand ja bekanntlich vor sehr, sehr langer Zeit und galt schon seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte als Genuss. Diesen Vorzug möchte ich dem ganzen auch keinesfalls absprechen, gerade wenn ich ans Pfeiferauchen oder dergleichen denke.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Knick in der Entwicklung dieses Genussmittels. Denn wie alles andere auch auf dieser Welt, wird die Zigarette eines schlechten Tages vom Kapitalismus entdeckt und fortan gnadenlos ausgeschlachtet.
Was vorher ein Genussmittel war wandelte sich zur legalen Droge, von den Herstellern mit Suchtmitteln versetzt, um den Konsum aufrecht zu erhalten und zu steigern.
Der Genuss wurde zu etwas Alltäglichem, später zu etwas Benötigtem und schließlich zu etwas Unverzichtbarem. Das Rauchen wandelte sich vom Statussymbol der Reichen zur Geißel der Menschheit. Die Kampagnen der Tabakkonzerne wurden immer dreister, immer rücksichtsloser.
Eigentlich fallen einem keine Worte ein um die Unglaublichkeit dieser Zusammenhänge zu beschreiben. Profitgier ist schuld an zig tausenden von Krebstoten, wovon viele nie in ihrem Leben selbst an einer Zigarette gezogen haben.
Diese Fakten lassen mich das Rauchen so verabscheuen. Dies und die Tatsache, dass ich ganz persönlich den Geruch hasse. Ich hasse es, überall in der Stadt – wo ich auch gehe und stehe – aus irgendeiner Richtung diesen widerlichen Dunst zu riechen… potentiell stets in der Lage, auch mir Lungenkrebs zu bescheren. Ich hasse es, wenn ich irgendwo ausgehen möchte (Bar, Disco, Kneipe) um diesen Scheissqualm nicht herumkommen zu können. Ich hasse es, wie dann am nächsten Morgen meine Klamotten stinken. Ich hasse es, dass die Nichtraucher die Leidtragenden sind und diesem ganzen derzeit im öffentlichen Raum nicht entfliehen können.
Es wird dringend Zeit, dass die Tabakkonzerne in die Schranken gewiesen werden. Es wird Zeit für Tabakwerbeverbot. Es wird Zeit für absolutes Tabakverbot für Jugendliche unter 18. Es wird Zeit für die Demontage aller Zigarettenautomaten. Und es wird Zeit für eine EU-weite Richtlinie zum Verbot von suchtfördernden Inhalsstoffen in Zigaretten.
Und es ist überfällig, dass die Nichtraucher ihren öffentlichen Raum zurückbekommen und beschützt werden vor dem krankmachenden Qualm der widerwärtigen Zigaretten.
Ben!

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