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Gepostet by on Sep 22, 2011 in Gesellschaft, Hintergrund, Philosophisches | Keine Kommentare

Engagement und Mitdenken – Auslaufmodelle?

Engagement und Mitdenken – Auslaufmodelle?

Ich frage mich manchmal, ob es vielleicht schon immer so war und ich nur langsam mehr und mehr darauf stoße, oder ob sich wirklich etwas verändert – sich zuspitzt. Ich denke da als Vergleich an diesen typischen Satz „Die Jugend von heute ist auch nicht mehr das, was sie mal war“. Sinngemäß so gesagt von Sokrates, Aristoteles und vielen weiteren berühmten Denkern quer durch die Menschheitsgeschichte*[1]. Damit will ich sagen, dass dieses heutzutage scheinbar so plötzlich aufgetretene Problem der entsetzlich respekt- und anstandslosen Jugend in Wirklichkeit wie ein roter Faden die Menschheitsgeschichte ziert.
Und eben jener Vergleich macht mich nachdenklich, wenn ich feststelle, dass unsere Gesellschaft Engagement und Mitdenken mehr und mehr tadelt und teils sogar bestraft. Ist das neu? Oder gab es das schon immer?

Ich habe mehrere Beispiele, die ich gerne vorstellen möchte.

Beispiel 1:
Person 1 ist Lehrerin. Eine gute Lehrerin. Ehemalige Schüler attestieren ihr die bewundernswerte Eigenschaft, stets eine Vertrauensperson zu sein, den gebotenen Respekt der Klasse zu genießen ohne dabei übertrieben streng sein zu müssen. Sie haben sich niemals unfair behandelt und immer ernst genommen gefühlt und haben es ihr im Gegenzug gedankt mit konstruktiver Unterrichtsatmosphäre. Andere Lehrer verschaffen sich entweder den nötigen Respekt mit übertriebener Härte und Strenge oder gehören zu der Sorte Lehrer, die längst aufgegeben haben. All jene Typen sind exemplarisch für eine Entwicklung. Der ideale Lehrer kommt hoch motiviert, voller Ideen und bestenfalls voller pädagogischem Idealismus an die Schule. Im Mühlwerk der Kräfte merken sie sogleich, dass sie ein sehr dickes Fell brauchen, um bestehen zu können. Person 1 stand recht schnell vor der deprimierenden Wahl, ihren Idealismus zu opfern für ein „leichteres“ Leben im Scherwerk der Kräfte (der leichte Weg), oder aber für ihre Überzeugungen zu kämpfen, sich selbst treu zu bleiben und sich weiterhin trotz widrigster Umstände zu engagieren (der richtige Weg). Viele ihrer Kollegen wählten entweder den Weg des Stahlpanzers mit Bajonettaufsatz (übertriebene Härte und Strenge, ein Schrecken für die Schüler), um sich die wirklichen Probleme einfach auf genügend Distanz zu halten. Diese Lehrer sind natürlich als Vertrauenspersonen für Schüler kaum erreichbar. Oder sie wählten den Weg der Gleichgültigkeit. Eine andere Art, sich aus dem Geschehen zu lösen, indem man sich selbst seltsam entrückt. Und nur die Starken bleiben im Auge des Sturms. Stellen sich den Scherkräften zwischen Eltern ohne Verantwortungsbewusstsein, Politikern ohne Realitätsbewusstsein und Schülern auf der Suche nach sich selbst. Im konkreten Beispiel geht es heute allerdings um eine organisatorische Unglaublichkeit an der Schule, an der Person 1 arbeitet. Alle zwei Jahre wandert eine Klasse in einen neuen Klassenraum. Das beinhaltet, dass sie ihren alten Raum natürlich sauber und in Top-Zustand für ihre Nachfolger hinterlassen und dementsprechend erwarten können, dass der neue Raum in ähnlichem Zustand bezogen werden kann. Nun fehlte im zu hinterlassenden Raum von Person 1 bei einem Schrank eine Ablage, was den Zorn des Hausmeisters auf den Plan rief. Nicht nur, dass der Schaden aus der Klassenkasse bezahlt werden musste, nach Übergabe wurde auch der entsetzliche hygienische Zustand des Raumes bemängelt. Seltsamerweise haben ihre Schüler fast einen ganzen Vormittag kollektiv darauf verwendet sogar die letzten Winkel des Raumes inklusive letzter Nischen in den Schränken zu putzen. Als Mensch, der sich engagiert hat Person 1 sich dann tatsächlich nochmal daran begeben und persönlich nachgeholfen.
Der neue Raum hingegen war dann die Offenbarung der Entrückung des Systems. Denn hier fehlten bei Schränken nicht nur mehrere Böden, sondern auch gleich die Türen. Niemand hatte sich außerdem die Mühe gemacht, die Schränke von innen zu reinigen oder sich um Flecken an der Decke zu kümmern (Kinder auf Profil- und Grenzsuche mögen es, Kakaoflecken zu fabrizieren). Der lapidare Kommentar der Hausmeisterei war, dass es ja schon vorher so war und man nun auch nicht mehr nachvollziehen könne, wer das denn wohl gewesen sei. Damit war das Thema für das Facility Management durch. Die Kollegin, die den Raum so hinterlassen hatte, war auch reichlich distanziert zu dem ganzen Vorgehen und konnte sich auch mit dem Zustand des Raumes nicht so recht identifizieren. Was bleibt zurück? Eine Person 1, die nun dafür kämpfen muss, für ihre Klasse einen anständig gepflegten Raum zu erhalten, nachdem sie den letzten so einwandfrei zurückgelassen hatten (wofür es ja sogar noch Tadel gegeben hatte) und die Frage, warum zum Teufel man sich in diesem System überhaupt noch engagieren soll.
Wohin die Reise geht für die guten Lehrer, weiß ich noch zu gut aus meiner Schulzeit. Ich hatte einst einen wundervollen Deutschlehrer. Er hatte damals in der siebten Klasse in mir die Begeisterung geweckt, zu schreiben. Er war ein hochsensibler, herzensguter Mann. Er hat mich und einige andere Kinder inspiriert, die Leidenschaft für die Kreativität in uns ernst zu nehmen und zu leben. Leider war unsere Klasse zu dieser Zeit noch voll mit Kindern, deren Eltern nicht in der Lage waren, ihnen Grenzen, Anstand, Profil und somit ein Gefühl für sich selbst zu vermitteln. Solche Kinder sind leider außerordentlich anstrengende Menschen, zumal sie normalerweise nichts anderes im Kopf haben, als an jeder Ecke und bei jeder sich bietenden Möglichkeit ihre Grenzen zu suchen. Und dieser Lehrer war bei aller Güte leider kein Grenzensetzer und es dauerte nicht lange, bis unsere Klasse ihn zerstört hatte. Generell pflügte sich dieser Haufen aus Idioten durch das Lehrerkollegium. Fazit unserer Zeit damals waren drei Lehrer mit Hörsturz und zwei in psychiatrischer Behandlung. Besser erging es den Lehrern, die sich einfach nicht mehr kümmerten. An denen Kritik und Vorschläge einfach abprallten. Jene Lehrer, die ihren Idealismus längst aufgegeben hatten, weil ihre Kraft nicht ausgereicht hatte, sich gegen diesen fürchterlichen Druck zu stemmen. Engagement zahlt sich hier offenbar nicht aus.

Beispiel 2:
Person 2 – sie ist jung, Anfang 20, hat gerade ihre Ausbildung beendet und arbeitet bei einem Unternehmen für’s Management. Hauptsächlich Abwicklung des Tagesgeschäfts. Ein Unternehmen, das sich seit Jahren am Rande der Insolvenz bewegt und von seinen Mitarbeitern gewaltige Opfer fordert. Kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, unbezahlte Überstunden, Verfall von Überstunden, gedeckelt bei einer lächerlich kleinen Anzahl. So arbeitet Person 2 jeden Tag in der Woche so viel länger, dass sie an jedem Tag eine offizielle Überstunde auf ihrem Konto hat und auch nachdem die Stempeluhr das Tagesende erreicht hat noch weitere 90 Minuten im Büro ist. 90 Minuten, die verloren sind. Für die sich niemand jemals wieder interessieren wird. Niemand dankt, niemand respektiert. Sie sagt, sie kann nicht früher gehen, weil sie ihre Arbeit sonst nicht schafft. Die Abteilung wird zusammengekürzt, Leute gehen… aber die Arbeit bleibt die gleiche. Und die Überstunden, die sie sammelt, verfallen am Ende des Monats. Abfeiern geht aber auch nicht, weil sonst Arbeit liegen bleibt…
Sie hat es einem anderen Menschen zu verdanken, mit dem sie einst viel teilte, dass sie nun auf einem nicht unerheblichen Berg Schulden sitzt. Nichts unmögliches, aber es schränkt sie doch für eine ganze Weile erheblich ein. Um weder Wohnung noch das kleine Auto aufgeben zu müssen, arbeitet sie noch nebenher. Völlig selbstverständlich fährt sie so nach 11 Stunden Büro (halb acht bis halb sieben) noch zu einem Geschäft, um dort für einige Stunden am Empfang zu arbeiten, bevor sie spät Abends ins Bett fällt und morgens um fünf schon wieder frühstückt. Und an den Wochenenden bedient sie in einem Club. Oft bis Sonnenaufgang. Viel Zeit zum Entspannen bleibt da nicht.
Bewundernswerter Weise bleibt sie sich treu. Sie engagiert sich. Sie lässt keine Arbeit liegen, auch wenn es mehr als ihr Recht wäre. Und ihre Arbeit macht sie gründlich. Wenn am Empfang noch mehr zu tun ist, bleibt sie auch mal länger, bis erledigt ist, was zu erledigen ist. Bis der Laden sauber ist. Sie macht nichts mit dem „halben Arsch“. Letztens musste sie für ihre Firma unvorhergesehen in eine andere Stadt fahren nachmittags für ein Meeting. Auf eigene Kosten. Allerdings war sie Abends wieder am Empfang des Geschäftes eingeplant. Das Meeting zog sich… irgendwann wurde es wirklich brenzlig. Bei ihrem Versuch, es trotzdem noch rechtzeitig zu ihrem anderen Job zu schaffen, wurde sie schließlich geblitzt.
Klar, wer zu schnell fährt, fährt zu schnell. Aber war es ihr Engagement, ihr Ehrgeiz, was zu dieser Situation geführt hat. Wer sich engagiert, eckt an. Oder wird bestraft.

Beispiel 3:
Ich habe einmal in einem recht berühmten Kölner Club gearbeitet. Zunächst als Aushilfe, recht schnell aber in steigend verantwortungsvoller Position. Gekrönt werden sollte diese Neben-Karriere dann vom Job des Co-Leiters des Etablissements. Doch bevor es wirklich losging, war ich raus. Was war passiert? Ich habe mein fehlendes Talent, mich zu verkaufen mit meinem sehr ausgeprägten Talent, Probleme und Missstände nicht nur deutlich zu sehen, sondern auch gnadenlos anzusprechen, in fataler Weise kombiniert. Und als es zu ungemütlich wurde, sich von mir vor Augen halten zu lassen, was nicht funktioniert – gegen meine Ideen war man ohnehin längst immun (obwohl sie interessanterweise ein Jahr später fast 1:1 in dieser Form umgesetzt wurden) – kam es dann ganz praktisch, dass ich mich erst mit meinem Vorgesetzten angelegt (ich kann ja meinen Mund nicht halten) und mir schließlich bei vollem Einsatz (bei fünf Grad und Wind im Außenzelt bis fünf Uhr morgens, bekleidet nur mit Hemd – war so vorgeschrieben) eine saftige Herzmuskelentzündung eingefangen hatte. Das reichte, um dem Geschäftsführer das Argument „fehlende Identifizierung mit dem Club“ in den Mund zu legen und mich vor die Türe zu setzen.
Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt. Über machtgeile Würstchen, wie man sich verkaufen muss (oder ich mich eben) und wo Idealismus auf Grenzen stößt. Wenn ich vergleiche, mit welcher Motivation und Ideenfülle ich in meine Position starten wollte und was dann am Ende dabei herausgekommen ist, bin ich noch immer erstaunt. Erstaunt, welche Gesetze und Mechanismen wirklich wirken. Als Sahnehäubchen warte ich noch immer auf knapp 700 Euro – aber mir fehlt das Geld für einen Anwalt. Schon interessant, wie der Geschäftsführer sich seine Ferraris finanziert.

Beispiel 4:
Ein anderes Thema. Es geht um die Uni. Ich hatte mich mit mehreren Monaten Vorlauf für ein Seminar beworben. Ein Seminar, dessen Name und Untertitel mich sehr interessierten und sogleich Ideen weckten, wie man sich dem Thema nähern kann, welche Möglichkeiten der Untersuchung sich bieten würden und wie spannend wohl die Ergebnisse schließlich wären. Mein Denken ist wohl noch zu sehr im „Diplom“-Studiengang behaftet. Aber inzwischen ist ja alles anders. Und wie die Uni Köln mit Diplomanden umgeht und was sie demnach von selbigen hält, kann man ja in der Presse derzeit nachvollziehen. Manchmal frage ich mich, ob es vielleicht zu opportunistisch von mir war, mich der neuen Regelung zu unterwerfen.
Nun, das Seminar startete und machte mir die Realität brutal deutlich. Es war alles vorgegeben. Die Methoden, die Inhalte der Methoden, das Vorgehen, die Fragestellung. Wir waren nicht zum Mitdenken da, sondern zum Ausführen. Es war null komma null eine geistige Herausforderung. Vielleicht bin ich zu verwöhnt von vergangenen Seminaren oder meiner Auslandskampagne (jeweils unter der Leitung eines hervorragenden Dozenten) – denn letztere war trotz harter Arbeit teils ausgesprochen geistig fordernd.
Aber Mitdenken ist einfach nicht mehr erwünscht. Es ist doch auch um so vieles einfacher, wenn man eine Armee von Akademikern heranzüchtet, denen das Mitdenken abtrainiert, das Ausführen ohne Hinterfragen der Motive hingegen zu Eigen gemacht wurde.

Beispiel 5:
Ich arbeite nebenbei für eine Unternehmensberatung. Ein sehr interessanter Job, zumal sich dieses Unternehmen deutlich vom Klischee des Unternehmensberaters unterscheidet – was auch oftmals ein Problem ist. So formulierte der Chef vor einiger Zeit einen höchst interessanten Satz. „Wir sind Aufreger – und das wollen die Leute nicht“. Was hat er gemeint? Und wie kam er darauf? Sein Unternehmen ist ein engagiertes. Eines von der Sorte, die nicht den eigenen Geldbeutel an Platz 1 der Prioritätenliste setzen, sondern die Qualität der abgelieferten Arbeit. Das Unternehmen definiert sich nicht über seinen Kontostand, sondern über die Authentizität ihres Engagements. Denn was wir machen, was wir für die Kunden machen, machen wir anständig. Keine halben Lösungen. Wir machen uns nicht die Mühe, den Kunden Rechnungen dafür auszustellen, dass wir ihnen Honig um den Bart schmieren und ihnen sagen, dass ihr Unternehmen bestens aufgestellt ist und reibungslos läuft. Aber wer hört schon gerne, was nicht funktioniert? Das ist unentspannend. Viel schlimmer ist es dann noch, wenn jemand daherkommt und – nachdem er erstens so dreist war, einen Missstand aufzuzeigen – dann auch noch damit anfängt, es besser zu wissen. Wir machen uns Gedanken und wir bieten wirklich Lösungen an. Nach schlaflosen Nächten und oft sehr langen Gesprächen haben wir dann Ideen. Gute Ideen. Mutige Ideen, die den Kunden teils beunruhigen können, eben weil sie zu Gunsten der Optimierung eben auch Veränderung bedeuten. Und wenn ich mit ansehe, wie oft wirklich innovative Ideen und Konzepte von teils sehr großen Unternehmen abgelehnt oder schlicht ignoriert wurden und das vergleiche mit Situationen, in denen Führungsriegen sich den tiefsten Sumpf in ihren Unternehmen schönlächeln (lief ja bisher auch so), wird mir echt anders.

Fazit:
Und daher frage ich mich, wie weit her ist es mit Dingen wie „Engagement“ und „Mitdenken“? Mein Philosophie-Lehrer im Abitur damals sagte einmal, dass er sich ein wichtiges Lebensmotto zu Eigen gemacht hatte: „was du tust, tu es, als sei es für dich selbst.“ Er hatte sich das bei einem seiner Handwerker abgeschaut, der damit seine außerordentlich sorgfältige Arbeit begründete. Bei wem auch immer er arbeitete, er tat es, als sei die Arbeit für ihn selbst. Der Lehrerin – Person 1 – ist diese Haltung eigen. Sie kümmert sich um ihre Schüler. Sie stellt sich der Auseinandersetzung mit Eltern, die keinen Plan haben von Erziehung, der Schulleitung – der Politik hörig – die keine Ahnung mehr hat vom Alltag und den Kindern, die auf der Suche nach sich selbst sind. Sie zeigt Profil und bezahlt das mit schlaflosen Nächten, Sorgen, die sie mit nach Hause nimmt und Ohrensausen schon in ihren jungen Jahren.
Gleiches gilt für Person 2 – mit ihren zahlreichen Jobs. Sie bleibt, bis die Arbeit erledigt ist. Sie steht früh auf, geht sehr spät zu Bett. Sie arbeitet nebenbei, um Rechnungen zu bezahlen, die jemand anders zu verschulden hat.
Oder der Chef der Unternehmensberatung. Er bleibt sich treu, seinem Idealismus. Er bietet Lösungen an, bleibt ehrlich. Stellt seine grundlegende Überzeugung und die Authentizität seines Handelns stets an die erste Stelle, oftmals auf Kosten lukrativer Geschäfte, deren Substanz aber auf Unwahrheit und Gelaber basieren würden.

Ich bin immer erschreckt von Menschen, die Aufgaben mit dem „halben Arsch“ erledigen. Die nicht Mitdenken. Die nicht weiterdenken. Dieser zelebrierte Dilettantismus, der sich bei näherer Betrachtung meist aus „Kein Bock“, „Kein Plan“ und „Geil, Geld“ zusammensetzt. Ich denke da zum Beispiel an den Pfusch beim Bau der Kölner U-Bahn. Ich habe den Einsturz des Stadtarchivs damals live miterlebt. Und es ist wirklich unfassbar, wie viele Menschen dort komplett versagt haben. Wie oft habe ich gehört „Das kann auch echt nur in Köln passieren“. Ob das stimmt, sei dahingestellt, aber es ist tatsächlich so, dass gerade der Kölner mit seiner „kölschen Art“ diese Gleichgültigkeit lebt. Das kann gutgehen, wenn sich dahinter Menschen verbergen, die in Wirklichkeit echt wissen, was sie tun und es deswegen locker angehen können. Aber oftmals ist es eben einfach nur diese als Lockerheit kaschierte, brachiale Dummheit und Fahrlässigkeit.

Ich könnte jetzt noch endlos weitere Beispiele aufzählen. Aber ich denke, ich hab den Kern meiner Aussage nun mehr als deutlich gemacht. Ich bin allerdings noch immer nicht schlauer, ob es sich hier wirklich um ein neues Phänomen handelt (ich bilde mir ein, dass dieses Problem zunimmt), oder ob auch diese Beobachtung eine ist, die ich so oder so ähnlich zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte hätte machen können.

Ben

*[1] http://www.little-idiot.de/teambuilding/JugendvonHeute.pdf

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