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Gepostet by on Mrz 22, 2010 in Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Politik | Keine Kommentare

Bundespräsident im Ideenwahn

Bundespräsident im Ideenwahn

Das Ziel, das Fahrverhalten der Deutschen zu beeinflussen, mag aus Sicht des Umweltschutzes durchaus legitim sein. Dies aber einzig und allein durch Druck auf den Endverbraucher zu erreichen ist ein absolutes Armutszeugnis. Denn nichts anderes drückt der Vorschlag nach höheren Benzinpreisen aus. Sicherlich ist der Preis eines Produktes mitunter das mächtigste Argument für den Bürger, über eine Investition zu entscheiden. Nur vergisst Herr Köhler hier in dieser Sache erstaunlicherweise eine ganz entscheidende Tatsache. Unser Infrastrukturnetz in Deutschlang ist auf Autos angewiesen. Wer einmal zur Rush Hour das Wagnis eingegangen ist, eine Bahn zu nutzen, weiß das. Unzählige Pendler sind auf ihr Auto angewiesen, um zur Arbeit zu gelangen. Und so verändert sich die Schmerzgrenze des Benzinpreises drastisch, weil sie nicht allein davon abhängt, wie viel der Einzelne für seine Tankfüllung ausgeben mag, sondern schlicht und ergreifend davon, dass er sein Auto braucht. Der Vergleich hinkt ein wenig, dennoch möchte ich ihn hier anstellen. Man könnte genauso gut den Preis für Trinkwasser in noch horrendere Höhen treiben, die Menschen würden deswegen sicherlich nicht aufhören, es zu brauchen. Und somit machen höhere Benzinpreise das Leben des „kleinen Mannes“ nur noch mehr zur Qual, und bestrafen ihn schließlich dafür, dass die Politik zu ideenlos ist, um den Kern des Problems anzugehen. Wirklich, die simple Forderung nach höheren Preisen ist einfach nur arm, bringt überhaupt nichts außer noch mehr Druck und noch erheblich mehr Spielraum für noch dreistere Abzocke durch die Mineralölkonzerne. Wenn das das letzte Wort und der Weisheit letzter Schluss sind von unserer derzeitigen politischen „Führung“, fällt mir wirklich nichts mehr ein.

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