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Gepostet by on Jan 11, 2011 in Gesellschaft, Hintergrund, Politik | Keine Kommentare

Ausländer? Hass?! Verhältnismäßigkeit

Ausländer? Hass?! Verhältnismäßigkeit

Ich fühle mich veranlasst, in Bezug auf meinen letzten Beitrag über schmarotzende, respektlose und unverschämte Ausländer, nochmals Stellung zu beziehen. Wie gesagt wird man in diesem Land bei der kleinsten kritischen Äußerung über Ausländer gleich in die rechtsextreme Ecke verfrachtet. Das ist eine sehr bequeme Angewohntheit, weil sie der breiten Masse das kollektive Ausblenden eines riesigen Problembereichs erlaubt.
Ich bin weder rechtsextrem noch fremdenfeindlich. Allerdings bin ich ein großer Fan von Fairness, Anstand und gutem Benehmen (meine Ausraster zählen hier nicht – das ist das schöne, wenn man im eigenen Blog die Regeln macht. Anm. d. Autors). Und wenn sich ein Ausländer (Herrgott, irgendwann wird auch dieses Wort sicher zur politischen Inkorrektheit zählen) in meiner Gegenwart über das „Scheiß Deutschland“ beschwert, ist das weder fair, noch anständig noch zeugt es von gutem Benehmen. Und um jetzt den Vorwurf der Verallgemeinerung zu vermeiden, möchte ich gleich anfügen, dass ich ganz persönlich der Meinung bin, dass uns und diesem Land die Zuwanderung viel gebracht hat. Es ist eine Bereicherung, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Und wenn man dafür den eigenen Teller nicht einmal verlassen muss, sondern die Dinge von hinterm Horizont gleich zu einem nach Hause kommen und sich und das was sie definiert vorstellen, ist das doch wundervoll. Ich möchte mir nicht ausmalen müssen, wo unsere (deutsche) Gesellschaft heute wäre, wenn gewisse Geschehnisse in der Vergangenheit anders ausgegangen wären. Die Furcht vor dem Fremden ist doch stets nur ein Beweis für die Unflexibilität und somit für den längst eingetretenen Tod der eigenen Definition. Und wenn diese Furcht zu Hass führt, ist alles zu spät. Und auch deswegen bewegen wir uns in der heutigen Zeit auf einem gefährlichen Grat. Denn wenn eine kleine Gruppe von Vollidioten unter den Zuwanderern es schafft, die allgemeine Meinung der Deutschen über die Zuwanderer im Allgemeinen negativ zu prägen, dann haben wir hier ein Problem. Und zwar alle. Die Zuwanderer im Allgemeinen, weil dann harte Zeiten auf sie zukommen und die Deutschen im Allgemeinen, weil sie dann in historisch vorbelastetes Fahrwasser geraten können. Und beides sollte wirklich vermieden werden. Aber es ist nunmal nicht damit getan, das Thema totzuschweigen und zu ignorieren. Es ist auch nicht damit getan, CSUschwarz-typisch in verhaltene Hasstiraden zu verfallen oder andererseits, links-typisch alle Zuwanderer mit den alleroffensten Armen zu empfangen, ohne eine gesunde Portion Selbstschutz zu bewahren. All das ist nur Zeugnis von der Vermeidung einer Diskussion, die seit Jahrzehnten überfällig ist. Und der Rauswurf Sarrazins beispielsweise aus der SPD ist nur ein weiterer Beweis dafür. Niemand traut sich an dieses Thema heran. Und jeder Politiker in Verantwortung, der dies weiter und weiter verschleppt, macht sich mitschuldig an möglichen höchst unschönen Geschehnissen in der Zukunft.

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